Kindergarten St. Bonifaz > Wir über uns
 
 
 

Wir über uns

WIE WIR ARBEITEN – OFFENES ARBEITEN SEIT PFINGSTEN 2000

Als erster Regensburger Kindergarten haben wir im Jahr 2000 auf das so genannte „offene Arbeiten“ umgestellt. Für eine gewisse Zeit am Tag können die Kinder alle Räume im Kindergarten nutzen und an gruppenübergreifenden Angeboten des Personals teilnehmen. Diese sind manchmal altersspezifisch, manchmal interessensgebunden.

Die den Kindern eingeräumten vielfältigen Freiräume erfordern angemessene Zeitstrukturen, klare Regeln und deren Einhaltung. Die Regeln werden zusammen mit den Kindern im Kinderparlament erarbeitet und nach einer gewissen Zeit auf deren Sinnhaftigkeit überprüft.

Offenes Arbeiten erfordert Struktur und Organisation und veränderte Haltungen und Grundeinstellungen zu den Kindern.

Kinder wollen von sich aus lernen, wenn sie von den Erwachsenen die dafür nötige Unterstützung, Hilfestellung usw. bekommen.

Kinder brauchen eine Umgebung in der sie Eigeninitiative entwickeln können, in der sie nicht nur beschäftigt werden, sondern ihren Geist entwickeln können.

Wenn wir Kinder nach ihren momentanen Interessen entscheiden lassen, können wir davon ausgehen, dass sie ihre Stärken einsetzen und diese ausbauen. Dann entwickeln sie so viel Selbstvertrauen, dass sie sich auch an für sie schwierigere Aufgaben heranwagen.


Führe dein Kind

immer nur eine Stufe nach oben.

Dann gib ihm Zeit,

zurückzuschauen und sich zu freuen.

Lass es spüren,

dass auch du dich freust,

und es wird mit Freude die nächste Stufe nehmen.

Verfasser unbekannt


Kinder brauchen eine Umgebung, in der unterschiedliche Bedürfnisse und individuelle Entwicklungsstufen Einzelner berücksichtigt werden, in der sie nicht unterfordert, aber auch nicht überfordert werden.

Kinder brauchen eine Umgebung, die ihrem Drang nach Rückzug und Stille gerecht wird.

Kinder brauchen eine Umgebung, die dem Drang nach großer Bewegung nachkommt, in der über den gesamten Körper, über alle Sinne Erfahrungen gemacht werden können.

Kinder brauchen eine Umgebung, in der nicht Schwächen herausgestellt werden, sondern in der Stärken entwickelt werden können.

Kinder brauchen eine Umgebung, die es zulässt, sich zu zeigen und darzustellen.

  • Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, haben wir verschiedene Bereiche geschaffen.

  • Die Kinder brauchen Gelegenheit zu Ruhe und Entspannung, zur Bewegung, zum kreativen Gestalten, zum Experimentieren mit Sprache und zum Rollenspiel. Außerdem benötigen sie einen festen Platz zum Essen und Trinken.

Es gibt viele Versuche, diesen Bedürfnissen innerhalb eines Gruppenraumes nachzukommen.

  • Bei unterschiedlichen Bereichen auf engem Raum sind Störungen jedoch meist vorprogrammiert.

  • Außerdem können die einzelnen Bereiche sich dann nur auf eine kleine Ecke des Gruppenraumes beschränken, was großflächige und ideenreiche Betätigung nur erschwert zulässt.


Deshalb und auch auf Gespräche im Kinderparlament hin haben wir dann damals den Kindergarten umgestaltet. Anstelle einzelner Gruppenräume nutzen wir das ganze Haus!

Wir haben vier große Funktionsräume mit integrierten kleineren Bereichen sowie einen Bewegungsraum und das Regenbogenzimmer, die für mehrere Aktionen genutzt werden.


  • Die Kinder sind in Stammgruppen eingeteilt. In den Stammgruppen finden der Morgenkreis, Abschlusskreis, Geburtstagsfeiern, Feste statt.

  • Das Personal der Stammgruppe ist auch Ihr Ansprechpartner für alle Belange Ihres Kindes und führt auch die Entwicklungsgespräche durch.

  • Die übliche Raumstruktur ist aufgelöst und die Kinder haben die Möglichkeit alle Spiel- und Lernräume selbstbestimmt zu nutzen.

  • Aufgabe der Erzieherin ist es, diese Lernräume anregend zu gestalten (der Raum als dritter Erzieher).

  • Angebote, Projekte und Exkursionen finden gruppenübergreifend statt.

  • Die Erzieherinnen und die dazugehörende Stammgruppe wechseln monatlich den Raum (Ausnahme in den Ferien)

  • Es gibt Kinderkonferenzen und Vollversammlungen.

Die Kinder gestalten ihren Kindergartenalltag aktiv mit. Diese Partizipation bedeutet Teilhabe und soll es den Kindern ermöglichen, bei der Strukturierung und inhaltlichen Gestaltung alltäglicher Abläufe im Kindergarten mitzuwirken.

Partizipation meint also den Weg zur Demokratisierung im Kindergarten. Das beginnt bei der gemeinsamen Festlegung von Regeln im Zusammenleben, sowie Umgang mit Spielsachen und Materialien.

Es setzt sich fort, wenn Kinder den Kindergarten als ihren Lebensraum verstehen lernen und mitverantwortlich bei wiederkehrenden Erfordernissen im Alltagsgeschehen einbezogen werden und Aufgaben übernehmen oder die Chance erhalten, für andere etwas zu tun.

Partizipation und Demokratisierung heißt auch, auftretende Konflikte im Zusammenleben gemeinsam zu lösen, bei Planungs- und Projektideen Kinder wirksam einzubeziehen, sowie die Möglichkeiten des Feedbacks zu geben.


Das "offene Arbeiten" gibt es übrigens schon seit den 80er Jahren in Deutschland.


Download Konzept Kindergarten St. Bonifaz

Untermenü

 

Kindergarten St. Bonifaz Regensburg